15. April 2014

Astrid Schramm: Zuspitzung des Ärztemangels im Saarland verhindern

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Ärztemangels im Saarland erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Der Ärztemangel im Saarland wird immer größer, immer mehr Ärzte finden keinen Nachfolger. Um dem entgegenzuwirken, müssen die Arbeitsbedingungen von Ärzten im Saarland dringend verbessert werden. Überlange Schichten sind beispielsweise sehr belastend. Zudem sind es die Verwaltungs- und Abrechnungsarbeiten, aber auch die Vertretungssituation und die vielen anfallenden Hausbesuche, die von den Hausärzten gestemmt werden müssen. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass sich der Anteil der Frauen in Arztberufen, die Job und Familie unter einen Hut bringen wollen, in den letzten Jahren stets erhöht hat. Die Arbeit muss auf mehr Ärzte verteilt werden.“ Hier sei insbesondere auch die Landesregierung in der Pflicht, mehr Abiturienten den Zugang zu einem Medizinstudium zu erleichtern, um eine Ausweitung des bestehenden Ärztemangels zu verhindern. „Eine Schaffung von zusätzlichen Medizin-Studienplätzen und Reformen bei der Aus- und Weiterbildung sind zudem dringend notwendig“, so Schramm. „Es kann doch nicht angehen, dass wir die Medizin-Studienplätze an den Universitäten künstlich knapp halten mit den Folgen, dass die Anzahl der Studienplatzbewerber die freien Studienplätze um ein vielfaches übersteigt. Auf der anderen Seite beklagen wir dann einen Ärztemangel. Zu überlegen wäre, die Möglichkeiten einer Vergabe eines Teils der Studienplätze an Abiturientinnen und Abiturienten mit der Zusage einer späteren Tätigkeit als Ärztin oder Arzt im Saarland zu verknüpfen.“