23. August 2014

Dagmar Ensch-Engel: Keine weiteren Schwimmbadschließungen im Saarland

Anlässlich der Warnung des Landessportverbandes für das Saarland, weitere Schwimmbäder zu schließen, erklärt Dagmar Ensch-Engel, sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag: "Unsere öffentlichen Schwimmbäder müssen gesichert werden, denn viele Badeunfälle passieren, weil Kinder nicht mehr richtig schwimmen können. Auch einkommensschwache Familien und ältere Menschen, die weniger mobil sind, haben das Recht auf Schwimmen, bezahlbar und in Wohnortnähe. Denn für viele Bürgerinnen und Bürger ist das Freibad die einzige Naherholung, da sie sich einen Urlaub finanziell nicht leisten können. Für viele ältere Menschen, die mit ihrer kleinen Rente einen Urlaub nicht bezahlen können, ist der morgendliche Besuch im heimischen Freibad ein wichtiger Bestandteil ihres Tagesablaufes. Regelmäßige Bewegung ist zudem sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch für Erwachsene und Seniorinnen und Senioren wichtig, daher sind gute öffentliche Schwimmbäder nicht nur für Vereine und Schulklassen, sondern für einen großen Teil der Bevölkerung unverzichtbar. Deshalb brauchen wir statt wahlloser Schwimmbadschließungen eine wohnort- und schulstandortnahe Bäderstruktur, eng mit Kommunen, Schwimmvereinen und -trainern abgestimmt, mit tauglichen Sportbecken, in denen Kinder schwimmen lernen und Erwachsene trainieren können. Zudem muss das Land den Städten und Gemeinden, die diese Bäder betreiben, die finanziellen Spielräume schaffen."