18. Dezember 2014

Barbara Spaniol: Saar-Uni nicht zur Provinz-Uni machen –Forschungs- und Wissenschaftsstandort nicht kaputtkürzen

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag sieht sich durch die Kritik des Uni-Senats an den Kürzungsvorgaben der Landesregierung bestätigt und fordert die Ministerpräsidentin und Wissenschaftsministerin erneut auf, die Notbremse zu ziehen. Die hochschulpolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt: „Wenn die Uni in den kommenden Jahren rund 50 Professuren mit durchschnittlicher Ausstattung einsparen muss, in Folge deutlich weniger Drittmittel fließen und einige exzellente Forschungsprojekte nicht mehr erhalten werden können, dann ist das alarmierend. Im Klartext heißt das: Hier wird eben nicht nur ein bisschen an der Universität gespart, sondern hier wird so extrem gekürzt und gestrichen, dass die Existenz des Forschungs- und Wissenschaftsstandortes Saarland auf dem Spiel steht. Mit immer weniger Studierenden, immer weniger wissenschaftlichem Personal und immer weniger Fächern droht die Saar-Universität tatsächlich zu einer Provinz-Uni zu werden, die für immer weniger junge Menschen attraktiv ist. So wird der Nachwuchs aus dem Land getrieben und das Saarland verliert hoch qualifizierte Forscher und Studierende. Das dürfen wir nicht zulassen. Auch die Wissenschaftsministerin muss einmal merken, dass Hochschulen die Entwicklungszentren eines Landes sind und man sie nicht einfach kaputtkürzen kann, ohne dass das Land Schaden nimmt.“