26. Februar 2014

Barbara Spaniol: Inklusion braucht beste Rahmenbedingungen

Zur aktuellen Diskussion betreffend die Umsetzung der Inklusion an saarländischen Schulen erklärt Barbara Spaniol, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Inklusion wird nur im Miteinander mit den bestehenden Strukturen funktionieren. Um behinderte Kinder bestmöglich zu betreuen, müssen die Schulen ausreichend personalisiert und barrierefrei werden. Dann wird auch Akzeptanz erreicht.“ Derzeit mangele es an den passenden Rahmenbedingungen. Spaniol dazu: „Nur 105 Förderschullehrerstellen für 162 Grundschulen werden nicht ausreichen. Es muss eine sonderpädagogische Grundversorgung an allen Regelschulen möglich werden. Deshalb darf Inklusion kein Sparmodell werden.“ Auch sei in städtischen Ballungsgebieten eine Förderschullehrkraft pro Jahrgang einzuplanen. Der geplante Abbau von bis zu 600 Lehrerstellen in den nächsten Jahren lasse nach Ansicht der LINKE Zweifel aufkommen, wie die große Herausforderung „Inklusion“ bewältigt werden soll. „Kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte wären richtige Weichenstellungen für die Zukunft der inklusiven Schule“, so Spaniol abschließend.