23. Januar 2014

Astrid Schramm: Arbeitsbedingungen an Saar-Kliniken endlich verbessern

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Astrid Schramm, hat erneut die verheerenden Arbeitsbedingungen in den saarländischen Kliniken hart kritisiert. „Bereits im Oktober vergangenen Jahres haben in der Saarbrücker Innenstadt rund 4000 Krankenhausmitarbeiter gegen die aktuelle Personalpolitik demonstriert, bei der sie eine andere Finanzierungspraxis forderten. Nach den jetzt bekannt gewordenen Missständen an der St. Ingberter Klinik hat sich wohl an den miserablen Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals nichts geändert“, so Schramm. „Der Personalmangel wird einfach auf Kosten der Beschäftigten gelöst.“ Schramm weiter: „Dass eine Mitarbeiterin gezwungen ist, viele Überstunden zu machen und sie dann nach Hause zu schicken, wenn es der Klinik zeitlich passt, ist eine Unverschämtheit. Da werden Personen umhergeschubst wie Schachfiguren.“ „Ich fordere die Landesregierung auf, endlich Abhilfe zu schaffen“, empört sich Schramm. „Es kann nicht sein, dass immer mehr Fachkräfte fehlen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der saarländischen Kliniklandschaft ausgebrannt sind, weil sie immer mehr Patientinnen und Patienten in kürzerer Zeit versorgen müssen. Das bedeutet Arbeitsverdichtung, Zeitdruck, Belastung sowie hoher Stress für die Beschäftigten und Qualitätseinbußen bei der Behandlung von Patienten.“ Der Personalmangel solle einfach auf Kosten der Beschäftigten gelöst werden. „Ein „Weiter so“ darf es nicht mehr geben. Hier muss die Reißleine gezogen werden, die Arbeitsbedingungen an Saar-Kliniken müssen umgehend verbessert werden“, so Schramm abschließend.