27. Januar 2014

Barbara Spaniol: Bessere Bedingungen für saarländische Lehrerinnen und Lehrer notwendig

Nach neusten Zahlen des statistischen Bundesamtes weist das Saarland mit 30,2 Prozent den zweithöchsten Anteil von Lehrern auf, die wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in Pension gingen. Dazu erklärt Barbara Spaniol, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Der Anteil der dienstunfähigen Lehrer ist im Saarland auffallend hoch. Hier muss die Landesregierung aufklären, wie diese hohe Lehrerbelastung begründet ist und wie der Schulunterricht im Saarland auf Dauer gesichert werden kann.“ Der geplante Abbau von fast 600 Lehrerstellen sei vor diesem Hintergrund erst recht nicht zu verantworten. „Damit wird die gute Ausbildung unserer Kinder gefährdet. Unsere Schulen haben heute schon mit Lehrermangel, zu großen Klassen und Unterrichtsausfall zu kämpfen“, so Spaniol. Der Druck auf saarländische Lehrer sei im achtjährigen Gymnasium G 8 unverändert hoch. „Die Einführung der Gemeinschaftsschule und die Umsetzung der Inklusion, verbunden mit dem Ausbau der Ganztagsschulen sind ständig steigende Herausforderungen für die Lehrkräfte, auf die reagiert werden muss. Zur Entlastung sind mehr statt weniger Ressourcen notwendig“, so Spaniol. Auch erfordere die anhaltende Misere an den Grundschulen dringende Lösungen. „Das Land muss viel mehr Anreize für den Lehrernachwuchs und bessere Rahmenbedingungen an allen Schulen schaffen. Dazu gehört auch ein wirksames Konzept gegen Unterrichtsausfall mit einer echten „Lehrerfeuerwehr“ - an allen Schulen“, so Spaniol abschließend.