31. Juli 2014

Barbara Spaniol: Endlich bessere Perspektiven schaffen für Frauen im Beruf

Anlässlich der aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes, wonach Frauen immer noch weitaus weniger verdienen als Männer, und einer neuen Studie über die Löhne der Absolventinnen und Absolventen der Universität des Saarlandes, fordert die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, erneut den Stopp von Lohndiskriminierung und Niedriglohnfallen. „Nach wie vor verdienen Frauen im europaweiten Vergleich 22 Prozent weniger als Männer. Seit Jahren herrscht dieser ungerechte Stillstand. Eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt ist auch 2014 immer noch nicht Realität. Deshalb ist es Zeit, das Verteilen von „Trostpflastern“ für Frauen zu beenden. Frauen haben das Recht auf gleichen Lohn für die gleiche Arbeit.“ Der Unterschied sei im Saarland besonders gravierend. Diese Entgeltlücke müsse endlich geschlossen werden. Spaniol: „Immer mehr Saarländerinnen studieren, arbeiten dann aber trotz ihrer hohen Qualifikation oft in schlechter bezahlten Büro- und Dienstleistungsjobs. Männliche Absolventen der Saar-Uni verdienen 23 Prozent mehr als ihre weiblichen Kolleginnen. Hier kann von Gleichberechtigung keine Rede sein.“ Zudem würde frauentypische Arbeit noch immer schlechter bezahlt. Zwei Drittel der Saarländerinnen seien außerdem Geringverdiener, viele in Minijobs. Spaniol dazu: „Damit wird keine Brücke in existenzsichernde, gut bezahlte Jobs gebaut. Ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens zehn Euro und Tarifverträge, die Frauen nicht länger schlechter stellen - ebenso wie eine möglichst gebührenfreie, flächendeckende und gute Ganztagsbetreuung zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf – all das muss Realität werden, damit Frauen der oft unfreiwilligen Teilzeitfalle entgehen können.“ Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft sei daher längst überfällig. „Frauen brauchen endlich gleiche Chancen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt“, so Spaniol.