19. März 2014

Astrid Schramm: Mehr Therapieplätze notwendig

Anlässlich der Meldung, dass 80 Prozent der Patienten mit schweren Depressionen im Saarland unzureichend therapiert werden, erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Depression ist mittlerweile eine sehr häufige Erkrankung mit hoher Suizidgefährdung, die umgehend angemessen behandelt werden muss. Eine stationäre oder ambulante Psychotherapie ist daher sofort erforderlich. Zudem darf die Therapie nicht zu kurz angesetzt werden.“ Die Versorgung psychisch Erkrankter sei im Saarland nach wie vor unbefriedigend. Schramm: „Hier muss man drei bis vier Monate auf einen Termin warten, bis die Behandlung bei einem Psychotherapeuten überhaupt beginnen kann. Für die Gesundung wichtige Einzelgespräche können aufgrund Überlastung des Therapeuten kaum noch stattfinden. Aber besonders an schweren Depressionen Erkrankte brauchen eine schnelle und angemessene Hilfe. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, für ein ausreichendes Angebot an Psychotherapeuten und psychiatrischen und psychosomatischen Fachärzten zu sorgen und Therapieplätze bedarfsgerechter zu verteilen.“ Zudem müsse die dringend notwendige ambulante und stationäre Versorgung in diesem Bereich ausgebaut werden.