27. März 2014

Barbara Spaniol: Massive Kritik an Sparvorschlägen des Wissenschaftsrates ernst nehmen

Nach Abschluss der öffentlichen Landtagsanhörung zu den vom Wissenschaftsrat vorgeschlagenen Einschnitten insbesondere an der Saar-Uni fordert die hochschulpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, die Große Koalition auf, die massive Kritik ernst zu nehmen. „Eine zukunftsfähige Weichenstellung für unsere Hochschulen gelingt nur mit den Beteiligten und nicht gegen sie. Neugestaltung darf nicht Schwächung des Wissenschaftsstandortes bedeuten.“ Nicht nachvollziehbar sei, dass der Wissenschaftsrat die Studie zur Untersuchung des positiven Wirtschaftsfaktors Saar-Uni kaum berücksichtigt habe. Das habe Prof. Emrich, einer der Autoren, eindrucksvoll belegt. Spaniol dazu: „Die Studie zeigt definitiv, wie sehr das Land von seiner Universität profitiert. Diese ist keineswegs nur Kostenfaktor, sondern heute schon eine wertvolle Investition in die Zukunft des Landes.“ Ebenso haben die Uni-Städte Saarbrücken und Homburg die Bedeutung der Hochschulen hervorgehoben. „Die über 18.000 Studierenden leisten durch ihren Konsum einen festen positiven Beitrag zur Entwicklung des Landes. Ohne ein breites attraktives Hochschul-Angebot verliert das Land Studierende und damit auch Finanzmittel“, so Spaniol. Eine Aushöhlung der Medizinerausbildung durch die diskutierte Schließung der Zahnmedizin sei nach Ansicht der ärztlichen Kammern mit Blick auf den zunehmenden Zahnärztemangel ebenfalls nicht zu verantworten. Spaniol weiter: „Die Versorgung an der Saar kann nur mit der Fortführung der zahnmedizinischen Ausbildung im Land gedeckt werden. Der Imageschaden durch die Schließungsdiskussion ist heute schon groß. Wir warten weiter auf ein klares Wort der Ministerpräsidentin, wo die hochschulpolitische Reise im Saarland hingeht.“