20. März 2014

Barbara Spaniol: Ungerechte Löhne für Frauen stoppen - Zeit der „Trostpflaster“ beenden

Zum Tag der Entgeltgleichheit (Equal Pay Day) fordert die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, erneut den Stopp von Lohndiskriminierung und Niedriglohnfallen. „Seit Jahren herrscht ein ungerechter Stillstand. Eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt liegt auch 2014 noch in weiter Ferne - ein unhaltbarer Zustand. Deshalb ist es Zeit, das Verteilen von „Trostpflastern“ für Frauen zu beenden. Frauen haben das Recht auf gleichen Lohn für die gleiche Arbeit.“ Saarländerinnen verdienen laut Statistischem Bundesamt 25 Prozent weniger als Männer. „Der Unterschied ist bei uns besonders gravierend. Diese Entgeltlücke muss endlich geschlossen werden“, so Spaniol. Frauentypische Arbeit werde noch immer schlechter bezahlt. Zwei Drittel der Saarländerinnen seien Geringverdiener, viele in Minijobs. Spaniol dazu: „Damit wird keine Brücke in existenzsichernde Jobs gebaut. Außerdem leiden viele geringfügig Beschäftigte unter Diskriminierung durch Vorenthaltung von Urlaubs- und Krankengeld. Ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens zehn Euro und Tarifverträge, die Frauen nicht länger schlechter stellen - ebenso wie eine möglichst gebührenfreie Ganztagsbetreuung – all das muss Realität werden, damit Frauen der oft unfreiwilligen Teilzeitfalle entgehen können.“