9. Mai 2014

Astrid Schramm: Insulinpumpenversorgung von Kindern im Saarland nach wie vor unzureichend - Einberufung „Runder Tisch“ überfällig

Astrid Schramm, die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, kritisiert erneut die unzureichende Versorgung von Kindern im Saarland mit Insulinpumpen und die restriktive Begutachtungspraxis des hiesigen Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK): "An uns wurde aktuell wieder einmal ein Fall herangetragen, wonach der MDK im Saarland einem Kind eine Insulinpumpe verweigert, während für ein gleichaltriges Kind der Medizinische Dienst eines anderen Bundeslandes eine Insulinpumpe unproblematisch bejaht hat. Ich habe den Eindruck, dass der saarländische MDK trotz der Anhörung im Gesundheitsausschuss im letzten Jahr zu diesem Thema hier im Landtag nicht dazugelernt hat. Ganz besonders ärgert mich in dem vorliegenden Fall die Begründung der Ablehnung der Insulinpumpentherapie durch den MDK. So wird doch tatsächlich ein zehn Jahre altes Kind vom saarländischen MDK darauf verwiesen, es könne sich auf der Schultoilette(!) Insulin spritzen. Am 19. Juni 2013 wurde im Gesundheitsausschuss von der Landesregierung die Einberufung eines 'Runden Tisches' unter Beteiligung von Diabetologen und dem MDK gefordert. Da die Landesregierung untätig blieb, habe ich dies im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage im Dezember 2013 moniert. Aus Sicht der Landesregierung, so die Antwort im Januar 2014, bestehe hier kein Handlungsbedarf. Dies ist ungeheuerlich. Ich fordere Gesundheitsminister Storm abermals auf, hier unverzüglich aktiv zu werden und einen 'Runden Tisch' einzuberufen. Es kann nicht angehen, dass die saarländischen Kinder unter einer offensichtlich restriktiven Genehmigungspraxis des saarländischen MDK leiden müssen und für die Durchführung von Injektionen beispielsweise auf Schultoiletten verwiesen werden.“