16. Mai 2014

Dagmar Ensch-Engel: Natur- und Artenschutz darf nicht unter die Räder kommen

Vor dem Hintergrund der fortwährenden Medienberichte und der Berichterstattung in der heutigen Sitzung des Umweltausschusses erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Es ist schon erstaunlich, dass die Landesregierung keine Zahlen über die Verluste von Wildtieren durch Baumfällarbeiten während der Brut- und Setzzeiten vorlegen kann. Wir sind der Meinung, dass wirtschaftliche Interessen grundsätzlich eben nicht die des Natur- und Artenschutzes überlagern dürfen. DIE LINKE verweist auf einen Bericht in der Saarbrücker Zeitung vom 29. April 2014, in dem der Verein „Witas“ berichtet, dass bei Rodungsarbeiten viele Jungtiere wie Eichhörnchen, Baummarder und Vogelarten rücksichtslos auf dem Waldboden landen und oft von den schweren Harvester „regelrecht platt“ gefahren werden.“ DIE LINKE fordere die Landesregierung daher auf zu prüfen, ob nicht die Möglichkeit besteht, die Landesgesetzgebung im Hinblick auf den Naturschutz abzuändern bzw. eine Dienstanweisung zum Schutz der Wildtiere während der Brut- und Setzzeiten anzuordnen, so Ensch-Engel. „Es ist darüber hinaus den Bürgerinnen und Bürgern schwer vermittelbar, dass sie selbst von März bis September mit empfindlichen Strafen zu rechnen haben, wenn sie im eigenen Garten Rodungsarbeiten vornehmen, aber die Forstbetriebe hingegen das ganze Jahr hindurch brachial Rodungsarbeiten durchführen können“, so Ensch-Engel abschließend.