27. November 2014

Astrid Schramm: Situation in Pflegeheimen verbessern

Zur Einstellung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen drei leitende AWO-Mitarbeiter und einen Altenpflegehelfer nach dem Tod eines Demenzpatienten im Merziger AWO-Pflegeheim erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag des Saarlandes, Astrid Schramm: „Es bleibt unverständlich, dass ein 75 Jahre alter Demenzkranker in einem Pflegeheim unbeaufsichtigt baden konnte oder musste. Ein Schwerpflegebedürftiger darf nicht derart allein gelassen werden. Es ist furchtbar, dass dies passieren konnte und dabei spielt es absolut keine Rolle, ob der Mann nun an Verbrühungen gestorben oder ertrunken ist. Dass es so weit kommen konnte, liegt nicht am bösen Willen einzelner Mitarbeiter dafür aber zu einem Großteil auch an Überlastung, Arbeitsverdichtung und mangelhafter Personalausstattung.“ Die Situation in der Pflege müsse dringend verbessert werden. So müssten etwa Mini- und Midijobs in reguläre und tariflich bezahlte Arbeitsplätze umgewandelt und bundesweite Standards über eine qualitätsbezogene Personalbemessung entwickelt werden.