26. November 2014

Barbara Spaniol: Elternprotest zeigt: Flächendeckende Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G 9 nötig

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag begrüßt die Absicht der saarländischen Elterninitiative "G9 jetzt", eine Volksinitiative zu starten. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt: „Diese Initiative macht sichtbar, dass viele Eltern und Schüler nicht zufrieden sind, und wird den Druck auf die Landesregierung erhöhen, etwas zu verbessern. Die Regierung wäre gut beraten, diesen Protest ernst zu nehmen. Der Weg zum Abitur muss dringend reformiert werden. Wir brauchen landesweit zumindest die Wahlmöglichkeit zwischen dem Abitur nach acht oder neun Jahren weiterführender Schule, das haben wir LINKE immer gefordert. Dass die Gemeinschaftsschule eine Alternative zum G 8 ermöglichen soll,  ist ein wichtiger Teilerfolg, der jedoch nicht durch mangelnde Ressourcen, die vorschnelle Schließung kleinerer Gemeinschaftsschulen im ländlichen Raum und das Fehlen eines tragfähigen Oberstufenkonzeptes an den Gemeinschaftsschulen zunichte gemacht werden darf. Die Wahl zwischen G 8 und G 9 sollte es aber auch an den Gymnasien selbst geben, zusammen mit einem dringend nötigen Ausbau der Ganztagsschulen. Es ist absolut nachvollziehbar, dass Eltern sich wünschen, dass Schülern und Lehrern der Druck durch die Verdichtung des Unterrichtsstoffs im G8 unbedingt genommen wird. Kleinere Klassen und längeres gemeinsames Lernen statt steigenden Leistungsanforderungen und Schulreformen auf Zuruf der Wirtschaft – das ist der Wunsch vieler Saarländerinnen und Saarländer. Und das muss diskutiert werden.“