28. Oktober 2014

Astrid Schramm: Physiotherapie unerlässlich im ambulanten Bereich – Behandlungshonorare für Freiberufler verbessern

Zur Forderung freiberuflicher Physiotherapeuten nach höheren Honoraren erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag: „Physiotherapien und Krankengymnastik werden von Ärzten zwar immer öfter verschrieben, da sie für die Rehabilitation unerlässlich sind. Durch eine physiotherapeutische Behandlung können viele Beschwerden gelindert und Operationen oftmals vermieden werden. Nicht zu reden von der finanziellen Entlastung des Gesundheitswesens, die dadurch erreicht werden kann. Mit der Einführung der Fallpauschalen in Krankenhäusern ist jedoch der Beruf des Physiotherapeuten zunehmend unattraktiver geworden. Denn viele Beschwerden, wie beispielsweise Rückenprobleme, werden immer weniger konservativ mit Physiotherapie oder Massagen behandelt, sondern es wird gleich operiert. Dies rechnet sich für die meist unterfinanzierten Kliniken besser, denn mit den Fallpauschalen werden die Leistungen der Krankenhäuser nicht mehr nach Liegedauer, sondern pauschal nach Diagnose vergütet. OPs bringen daher den Kliniken dringend benötigte höhere Einnahmen.“ Es könne aber nicht sein, so Schramm, dass ein Gesundheitsfachberuf, der enorme Wichtigkeit im ambulanten Bereich habe, hier wirtschaftlichen Kriterien zum Opfer falle. „Gesundheit ist keine Ware. Das Wohl der Patientinnen und Patienten muss im Mittelpunkt stehen. Eine höhere Vergütung durch die gesetzlichen Krankenkassen für freiberufliche Physiotherapeuten ist daher dringend notwendig, um der schlechten Einkommenssituation entgegenzuwirken und die Angestellten in Physiotherapie-Praxen besser bezahlen zu können. Zudem sind Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität dieses Berufszweiges notwendig, um dem hier immer größer werdenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Eine Lösung müsse hier im Sinne aller Beteiligten gefunden werden, um eine zuverlässige und umfassende physiotherapeutische Versorgung zu gewährleisten und somit zusätzlich die Kosten im Gesundheitswesen zu senken.