24. September 2014

Astrid Schramm: Kein Grund zur Entwarnung im saarländischen Pflegebereich

Zu Berichten, nach denen sich die Zahl der Auszubildenden in der saarländischen Pflege erhöht hat, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Astrid Schramm: „Kleinere Fortschritte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Personalausstattung in vielen saarländischen Heimen und Pflegeeinrichtungen nach wie vor nicht dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Es reicht nicht aus, durch die Ausbildungsplatzumlage die Anzahl der Auszubildenden im Pflegebereich zu erhöhen. Wir brauchen auch eine gesetzliche Personalbemessung. Zusätzlich brauchen wir eine Bundesratsinitiative, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Nach wie vor leiden viele Beschäftigte in Pflegeberufen unter großem Druck, geringen Gehältern und schlechten Arbeitsbedingungen. Das muss geändert werden. Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen deutlich angehoben und jährlich angepasst werden. Für eine spürbare Qualitätsverbesserung in Gesundheit und Pflege brauchen wir eine solidarische Bürgerversicherung, in die wirklich alle einzahlen. Es bleibt also noch viel zu tun.“