29. September 2014

Dagmar Ensch-Engel: Belegbare Fakten statt Schönfärberei - Fakten über Wertschöpfung durch Windkraft müssen auf den Tisch

Zur Ankündigung der Grünen, im Wirtschaftsausschuss von der Landesregierung Auskunft über Wertschöpfungspotenziale der Windkraft für die Saar-Kommunen einfordern zu wollen, erklärt die energiepolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Dagmar Ensch-Engel: „Wir brauchen keine Gefälligkeitsgutachten über eventuell mögliche Gewinnchancen sondern harte Fakten. Kein Schönreden und Herbeifantasieren sondern nachprüfbare Daten.“ Die Linksfraktion hat im Wirtschafsausschuss daher beantragt, dass die Landesregierung über die bisherige tatsächliche monetäre Wertschöpfung des Landes und der Kommunen durch Windkraftanlagen im Saarland berichtet.  Deutschlandweit machen nämlich zwei Drittel aller Windparks im Binnenland trotz aller Subventionen Verluste. Zu diesem Schluss kommt Werner Daldorf vom Bundesverband Windenergie, der in den vergangenen 13 Jahren mehr als 1200 Jahresabschlüsse von Windparks geprüft hat. In der Fernsehsendung „Report Mainz“ erklärte Daldorf: „Es sind im Binnenland viele schwache Standorte bebaut worden, an denen nichts zu verdienen ist.“  Auch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg etwa sieht Investitionen in die Windkraft kritisch. „Wir haben schon immer vor diesen Anlagen gewarnt wegen dieser gerade sehr, sehr hohen Risiken“, hat Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale gegenüber „Report Mainz“ erklärt. „Wir sind sehr gespannt, wieviel von den versprochenen Erträgen durch Windkraft bislang bei den saarländischen Kommunen angekommen sind“, so Ensch-Engel.