26. April 2015

Oskar Lafontaine: Saarländische Heimat bewahren - Naturschutz beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht vergessen

Oskar Lafontaine fordert Landesregierung und Bevölkerung auf, dem Schutz von Landschaft und Natur einen höheren Stellenwert einzuräumen. Bei der Saisoneröffnung an der Viezstraße in Merzig-Hilbringen rief er am Sonntagvormittag die Bürgerinnen und Bürger auf, sich gegen eine Zerstörung der Natur zur Wehr zu setzen. "Unsere Landschaft ist ein Kleinod, das wir schützen müssen und auf das wir stolz sein können." Daher dürfe der Natur- und Landschaftsschutz auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht vergessen werden. "Ich bin ein Anhänger erneuerbarer Energien", so Lafontaine. "Ich bin der Meinung, dass wir alle Möglichkeiten nutzen müssen, um erneuerbare Energien zu befördern - sei es Sonnenernergie, Wasserenergie oder Biomasse, und dass wir natürlich auch den Wind nutzen müssen. Ich bin aber der Meinung, dass beim Ausbau der erneuerbaren Energien der Schutz der Heimat und der Landschaft auch eine Rolle spielen muss." So sei beispielsweise die Skulpturen-Straße "Steine an der Grenze" auch "ein Schatz unserer Heimat, den wir schützen müssen". Den Bau neuer Windkraft-Anlagen mitten im Wald lehnt Lafontaine ebenfalls ab: "Das ist kein Naturschutz, das ist Zerstörung der Natur." Es sei bedauerlich, dass alle anderen im Landtag vertretenen Parteien es ablehnen, über einen effektiven Naturschutz im Rahmen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auch nur nachzudenken.