22. Dezember 2015

Dagmar Ensch-Engel: DIE LINKE gegen Quotenregelung bei Windkraft

Das Vergnügen am Abgreifen von staatlichen Subventionen ist scheinbar auch im Saarland und seinen Windkraftinvestoren sehr ausgeprägt. Dazu erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag: „Wenn es um Geld geht, kann man mit Vernunft nicht mehr rechnen." Eigentlich sollte die Energiewende marktwirtschaftlicher werden. So sollten Ökostrom - Subventionen in Milliardenhöhe einem Ausschreibungsverfahren weichen. Südliche Bundesländer wie Rheinland- Pfalz, Thüringen und Baden- Württemberg und, wie aktuell zu lesen, nun auch das Saarland drängen auf eine Quotenregelung. Ensch-Engel dazu: „Damit wäre dem Wildwuchs von Windenergieanlagen weiterhin Tür und Tor geöffnet. Aspekte wie Landschafts - und Naturschutz oder die Rücksichtnahme auf eine dichte Besiedlung würden dann keine Rolle mehr spielen. Auch die Tatsache, dass das Saarland zu den windarmen Gegenden in Deutschland zählt, wird hier einfach ignoriert." Im letzten Jahr hatte das Saarland einen Zubau von Windkraftanlagen von 30 Prozent, so Ensch-Engel weiter. „Davon stehen viele Anlagen im Wald.“ Strom aus Windenergie ohne den gleichzeitigen Ausbau von Speichertechnologien sei nicht grundlastfähig und als "Zufallsstrom" nicht geeignet, ein Industrieland zuverlässig mit Strom zu versorgen. Für die Politikerin sei es zudem nicht einsehbar, den finanziellen Interessen einiger Profiteure den Vorrang vor allen anderen Bedenken zu geben. Ensch-Engel weiter: „Beim Umbau der Energielandschaft so einseitig auf Windkraft zu setzen und sich auf Subventionszahlungen zu verlassen, ist fatal. Bei einer Quotenregelung ist ein "Weiter so" zu befürchten und für andere Technologien kein Platz mehr." DIE LINKE fordert daher erneut ein Überdenken der Energiepolitik im Lande und endlich einen gesunden Mix bei der Energieerzeugung, der Energieeinsparung und der Förderung der Energieeffizienz zu befürworten.