12. Februar 2015

Astrid Schramm: Das Saarland braucht mehr Krankenhausbetten

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag sieht sich durch Forderungen von Ärzten und Gesundheitsexperten nach mehr Krankenhaus-Betten im Land bestätigt. Die gesundheitspolitische Sprecherin Astrid Schramm erklärt: „Wir haben immer gesagt, dass der Bettenabbau die finanzielle Situation der Krankenhäuser nicht verbessern, die Versorgung der Bevölkerung aber verschlechtern wird. Jetzt sind wegen einer erhöhten Zahl von Grippe-Patienten die Betten so ausgelastet, dass bei Notfällen wie etwa einem Busunfall die Krankenhäuser erhebliche Schwierigkeiten hätten. Das ist unverantwortlich. Zumal Experten warnen, dass Überlastungen auch zu Fehlern führen. Das Land muss aus der jetzigen Situation lernen. Die Zahl der Betten muss im neuen Krankenhausplan daher erhöht werden. Gleichzeitig muss die Finanzierung der Krankenhäuser auf eine solide Basis gestellt werden, um die chronische Unterfinanzierung zu beenden. Hier sind Bund und Land in der Pflicht. Damit eine gute Gesundheitsversorgung kein unerschwinglicher Luxus wird und Krankenhäuser mit ausreichend Betten vor Ort erhalten werden können, brauchen wir unter anderem eine Bürgerversicherung, in die auch wirklich alle einzahlen. Das Land darf gleichzeitig die Mittel für die Investitionen an den saarländischen Krankenhäusern nicht weiter fortwährend kürzen. Nötig ist außerdem eine angemessene gesetzliche Personalbemessung, um die chronische personelle Unterbesetzung an den Kliniken zu stoppen.“