17. Februar 2015

Dagmar Ensch-Engel: Naturerlebnisse für Kinder wichtig – Windräder im Saarforst müssen Verantwortlichen zu denken geben

Zur Forderung der SPD nach „mehr familiärem Naturerleben“ erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag: „Nach einer Studie für das „Forum Bildung Natur“ sind nur noch die Hälfte der Kinder bis zwölf Jahre je auf einen Baum geklettert und knapp ein Viertel haben je ein Wildtier in freier Wildbahn gesehen. Das ist natürlich eine Entwicklung, die sehr schade ist. Denn Natur- und Walderlebnisse sind für die Kinder in der heutigen Zeit der Computer und Handys sehr wichtig. Daher begrüßt DIE LINKE die Anregung der SPD im Grundsatz, auch in der Hoffnung, dass Kinder ein Gefühl für Natur- und Landschaftsschutz entwickeln und vor allem auch den respektvollen Umgang mit den Tieren erlernen. Hier im Saarland muss man sich jedoch beeilen, da nunmehr auch unser schöner Wald als Standort für Windräder genutzt werden soll. Und Dank SPD und Umweltminister Jost können Kinder somit bald auch hinter Bäumen und Hügeln im Saarforst Bekanntschaft mit bis zu 200 Meter hohen Windrädern und erste Erfahrungen mit dem von Windkraftanlagen ausgehenden Infraschall und Eiswurf machen.“ Die Deutsche Wildtier Stiftung habe eine Studie herausgegeben (Autor Dr Klaus Richarz), die zu dem Ergebnis kommt, dass der Bau von Windkraftanlagen im Wald die Artenvielfalt dieses sensibleren Ökosystems in hohem Masse gefährdet. „Dies sollte allen Verantwortlichen zu denken geben und zum Handeln auffordern. Wie wollen Sie den Kindern erklären, dass der Wald zu Gunsten der Windkraft zerstört wird“, so Ensch-Engel abschließend.