18. Februar 2015

Dagmar Ensch-Engel: Rassismus darf bei Mitarbeitern der Lebacher Landesaufnahmestelle keinen Platz haben – Vorwürfe umgehend aufklären

Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Dagmar Ensch-Engel, fordert von den Verantwortlichen der Lebacher Flüchtlings-Aufnahmestelle Aufklärung über  Medienberichte, nach denen bei der Gründung des Netzwerks für Flüchtlinge in Beckingen ein Vertreter der Lebacher Landesaufnahmestelle von raffgierigen, verdreckten Flüchtlingen berichtetet haben soll, die angeblich die Krätze ins Saarland bringen und ihre Wohnungen verwahrlosen lassen würden. „Wenn dies wirklich so gesagt worden ist und es sich dabei tatsächlich um einen offiziellen Vertreter der Lebacher Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gehandelt hat, dann ist das skandalös“, so Ensch-Engel. „In diesem Fall müssen sich das Bundesamt, die Landesregierung und die Lebacher Aufnahmestelle von dieser Person distanzieren. Derartige pauschale Vorurteile haben in einer Einrichtung, die den Flüchtlingen helfen soll, keinen Platz. Und wenn ein solcher plumper Rassismus von einem Mitarbeiter öffentlich so selbstverständlich geäußert wird, dann muss man auch befürchten, dass im Lebacher Lager selbst noch viel Schlimmeres passiert und die Atmosphäre für die Flüchtlinge alles andere als gut ist. Deshalb müssen die Vorwürfe schnell aufgeklärt werden.“