30. Januar 2015

Barbara Spaniol und Claudia Kohde-Kilsch: Botanischen Garten in Saarbrücken erhalten

Die Linksfraktionen im Saarländischen Landtag und im Saarbrücker Stadtrat fordern den Erhalt des Botanischen Gartens an der Universität. Das Land sollte auch in Zukunft eine ausreichende Personalisierung sicherstellen, damit der Garten für die Allgemeinheit geöffnet bleiben kann. Die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion DIE LINKE, Barbara Spaniol, erklärt: „Das Land übt gewaltigen Druck auf die Uni aus, in Folge drohen verheerende Kürzungen. Zahlreiche Professuren müssen dann gestrichen werden, exzellente Forschungsprojekte stehen vor dem Aus, die Existenz des Forschungs- und Wissenschaftsstandortes Saarland steht auf dem Spiel. Vor diesem Hintergrund mögen die drohenden Kürzungen beim Botanischen Garten für viele als nicht so dramatisch angesehen werden. Aber auch dies ist ein weiterer Schritt, die Saar-Universität zu einer Provinz-Uni klein zu kürzen. Und mit immer weniger Studierenden, immer weniger wissenschaftlichem Personal und immer weniger Fächern wird die Uni für immer weniger junge Menschen attraktiv sein. Der Botanische Garten als ein wichtiger Teil der Umweltbildung muss erhalten bleiben – sowohl für die Studierenden als auch für alle Bürgerinnen und Bürger.“ Claudia Kohde-Kilsch, die Vorsitzende der Linksfraktion im Saarbrücker Stadtrat, ergänzt: „Die nächsten botanischen Gärten gibt es erst wieder in Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg und Mannheim. Rund 2500 Pflanzenarten aus aller Welt auf 2,5 Hektar Fläche bei freiem Eintritt – damit ist der Botanische Garten ein echtes Schmuckstück sowohl für die Stadt Saarbrücken als auch für die Uni und damit die ganze Region. Der einzige wissenschaftliche Lehr-, Schau- und Erlebnisgarten im Lad darf nicht aus Kürzungsdruck nach und nach abgeschafft werden.“ Das Land dürfe es nicht zulassen, dass vom Botanischen Garten nach 2016 nur noch die tropische Gewächshausanlage mit stark eingeschränkten Öffnungszeiten übrigbleibt, so Spaniol und Kohde-Kilsch abschließend.