27. Mai 2015

Astrid Schramm: DIE LINKE fordert erneut gesetzliche Personalbemessung

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag begrüßt die Forderung von Verdi nach mehr Personal in den saarländischen Krankenhäusern. Laut Verdi fehlen im Land 3350 Klinikjobs. Dazu erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion: „Vor dem Hintergrund der schlechten finanziellen Lage der saarländischen Kliniken und der nach wie vor dramatischen Finanzierungslücke spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern immer mehr zu. Immer weniger Pflegekräfte versorgen immer mehr Patienten, und dies vor allem bei kürzeren Liegezeiten und geringerem Lohn. Die Folge der schlechten Finanzausstattung der Kliniken sind unnötige Operationen, Personalmangel, Unterdeckung der Kosten und Investitionsstaus.“ Dem Zustand, dass die Qualität der Patientenversorgung auf Grund von Personalmangel und Verschiebungen von erforderlichen Umbauten sowie Investitionen in Geräte leide, müsse dringend entgegengewirkt werden. Schramm: „Es kann nicht angehen, dass auf Grund der schlechten Finanzlage Personalkosten gesenkt werden und so die ungenügende finanzielle Ausstattung auf dem Rücken der Beschäftigten und somit auch der Patienten ausgetragen wird.“ Hier sei nach wie vor das Land in der Pflicht, die Zahlungen der Investitionskosten der saarländischen Krankenhäuser nicht fortwährend zu kürzen. DIE LINKE fordere erneut eine bessere Krankenhausfinanzierung und die Einführung einer gesetzlichen Personalbemessung, um die chronische personelle Unterbesetzung an den Kliniken zu stoppen. „Und angesichts der erheblichen finanziellen Schwierigkeiten vieler Krankenhäuser ist mehr Verdrängungswettbewerb hier sicher nicht die Lösung. Vielmehr sollte über ein Verbundklinikum in öffentlicher Hand nachgedacht werden, wie es auch die Gewerkschaft Verdi fordert“, so Schramm. DIE LINKE unterstütze außerdem die Verdi-Aktion „162.000 fehlen!“, die am 24. Juni 2015 um 13 Uhr vor allen saarländischen Krankenhäusern stattfindet, um auf die Personalnot aufmerksam zu machen.