30. November 2015

Astrid Schramm: Diskriminierung HIV-Positiver beenden

Anlässlich des Welt-Aidstages am Dienstag fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag ein Ende der Diskriminierung HIV-Positiver und eine verstärkte Aufklärung über HIV und Aids. Die gesundheitspolitische Sprecherin und Landesvorsitzende der Saar-Linken, Astrid Schramm, erklärt: „Glücklicherweise ist HIV inzwischen behandelbar, wenn auch nicht heilbar. Aber für viele Betroffene sind Beleidigungen und Benachteiligungen leider an der Tagesordnung. Das muss aufhören.“  Schramm verweist auf die Studie „Positive Stimmen“ der Deutschen Aidshilfe. Demnach hat bei mehr als einem Viertel der Befragten der Arbeitgeber diskriminierend auf die Offenlegung der HIV-Infektion reagiert. Jedem Fünften wurde eine medizinische Behandlung verweigert. Mehr als jeder Dritte erlebte von Nachbarn diskriminierende Reaktionen auf seine Infektion. „Hier ist noch mehr Aufklärung nötig“, so Schramm. „Dafür muss auch die gute Arbeit der Aidshilfe weiterhin finanziell gesichert werden. Dass nach wie vor in über 70 Ländern Einreisebeschränkungen für HIV-Infizierte gelten, ist demütigend und erniedrigend und nicht hinnehmbar. Hier muss sich die Bundesregierung für einen Abbau dieser unwürdigen Beschränkungen einsetzen. Und die saarländische Landesregierung muss endlich dafür sorgen, dass die unsägliche Speicherung von HIV-Infizierten in den Datenbanken der Polizei unter dem herabwürdigenden Schlagwort 'Ansteckungsgefahr' umgehend beendet wird.“