27. Oktober 2015

Barbara Spaniol: Uni-Kürzungen stoppen – nicht auf Notbetrieb reduzieren sondern Strahlkraft erhalten

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Uni-Kürzungen auf dem Campus fordert die Linksfraktion im Saarländischen Landtag die Landesregierung erneut auf, die geplanten Kürzungen bei der Universität zu stoppen. Die hochschulpolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt: „Bei den anstehenden Verhandlungen zu den Ziel- und Leistungsvereinbarungen muss die Notbremse gezogen werden. Nötig ist eine Finanzausstattung, die nicht mehr länger unter dem Niveau der anderen Bundesländer liegt und die es der Universität ermöglicht, bestehende Schwerpunkte aus- und neue aufzubauen. Hier ist die Große Koalition in der Verantwortung.“ Deren verordneter Sparkurs zwinge die Universität zu kaum umsetzbaren Sparmaßnahmen. Spaniol dazu: „Fächer wie die Psychologie drohen bei Stellenausstattungen und Lehrstuhlfinanzierung immer weiter klein gekürzt zu werden. Die Physik spürt die Auswirkungen der Streichungswelle mit einem deutlichen Rückgang der Studienanfänger. Es ist bedenklich, dass solche Schwerpunkte der Naturwissenschaften derart hart von Kürzungen betroffen sein sollen. Eine Stärkung der sogenannten MINT-Fächer sieht anders aus. Nötig wäre dringend eine Strukturdebatte, die nicht nur aus Kürzungsvorgaben und Zahlen besteht, sondern in der Entwicklungschancen im Vordergrund stehen.“ Spaniol weiter: „CDU und SPD nehmen der Uni jeden eigenen Gestaltungsspielraum. Wenn sie damit fertig sind, wird von bundesweiter Strahlkraft und herausragenden Forschungsschwerpunkten kaum mehr etwas übrig sein. Dass die Hochschulen für die Entwicklung des Landes unverzichtbar sind, scheint bei dieser Landesregierung bis heute nicht angekommen zu sein.“