22. Oktober 2015

Oskar Lafontaine: Leiharbeit verbieten

Eine aktuelle Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes bestätigt, dass Leiharbeit nur sehr selten zu einer festen Beschäftigung führt. Dazu erklärt Oskar Lafontaine: „Wenn rund die Hälfte der Leiharbeits-Verhältnisse kürzer als drei Monate besteht  und mehr als ein Drittel gleich wieder auf Hartz IV angewiesen sind, dann ist dieses ‚arbeitsmarktpolitische Instrument‘ ganz offenbar gescheitert.  Hier werden Arbeitslose eben nicht wieder zurück in den ersten Arbeitsmarkt geführt, sondern als billige und weitgehend rechtlose Arbeitskräfte missbraucht. Leiharbeiter müssen Lohnabschläge bis zu 50 Prozent gegenüber der Stammbelegschaft hinnehmen. Und nach kurzer Zeit sind sie oft wieder arbeitslos. Das ist entwürdigend.“ Nachdem ein interner Bericht des Bundesrechnungshofes zudem Lohnkostenzuschüsse an Leiharbeitsfirmen als „nicht rechtmäßig" kritisiert, müssten Union und SPD die Konsequenzen ziehen und Leiharbeit verbieten.