27. April 2016

Astrid Schramm: Armut im Saarland bekämpfen - Lebenserwartung der Saarländer erhöhen

„Arme Menschen sterben früher, und weil im Saarland mehr Arbeitslose, Geringverdiener, Hartz-4-Empfänger und Sozialrentner leben als in den meisten anderen westlichen Bundesländern, ist die Sterblichkeitsrate bei uns auch besonders hoch.“ So fasst Astrid Schramm, die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag und Landesvorsitzende der Saar-Linken, den Bericht des Sachverständigen Dr. Eckart Rolshoven bei der heutigen Sitzung des Gesundheitsausschusses zusammen. „Das Saarland liegt bei der Lebenserwartung der Männer nur auf dem viertletzten Platz und ist bei der Lebenserwartung der Frauen sogar Schlusslicht“, so Schramm. „Selbst wenn man die unterschiedliche demografische Entwicklung in den einzelnen Bundesländern berücksichtigt, versterben im Saarland bezogen auf eine Million Einwohner 1210 Menschen mehr als im gesündesten Bundesland Baden-Württemberg. Das ist alarmierend. Deshalb muss noch viel mehr getan werden, um die Armut in unserem Land zu bekämpfen. Die Landesregierung muss sich deshalb für einen höheren Mindestlohn ohne Ausnahmen und für ein Verbot der Leiharbeit einsetzen. Hartz IV muss erhöht und mittelfristig durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung auf wirklich existenzsicherndem Niveau ersetzt werden. Und wir brauchen mehr Investitionen in Bildung, kleinere Klassen, mehr Lehrer und mehr Unterstützungspersonal, weniger Unterrichtsausfall. Denn gute Bildungsabschlüsse sind wichtig, um es aus der Armutsfalle zu schaffen und damit letztlich eine höhere Lebenserwartung zu haben, das hat auch der Sachverständige Dr. Rolshoven heute klar gemacht.“