25. April 2016

Oskar Lafontaine: Wer Altersarmut verhindern will, muss für höhere Löhne und ein höheres Rentenniveau sorgen

Oskar Lafontaine fordert, dass die Absenkung des Rentenniveaus und die Privatisierung der Altersversorgung rückgängig gemacht werden. „SPD und Grüne haben gemeinsam mit CDU, CSU und FDP millionenfache Altersarmut programmiert. Nachdem nun klar ist, dass im Jahr 2030 jeder zweite Rentner auf Grundsicherungsniveau abfallen wird, überschlagen sich diese Parteien mit Konzepten, die die alten Fehler wiederholen. Die private und betriebliche Altersversorgung soll gefördert werden, obwohl es besser wäre, die gesetzliche Rentenversicherung wieder zu stärken. Wer lange Jahre hart gearbeitet hat, darf im Alter nicht mit Almosen abgespeist werden. Deshalb müssen die Löhne wieder auf ein Niveau angehoben werden, das im Berufsleben wie im Alter vor Armut schützt.  Die Riester-Rente sollte auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt werden. Die alte Rentenformel, die sich viele Jahre bewährt hat, muss wieder hergestellt werden. Wenn es die SPD ernst meint mit der Sorge um die zukünftigen Rentner, sollte sie im Bundestag einen entsprechenden Antrag einbringen. Bisher haben CDU, CSU, FDP, SPD und Grüne entsprechende Anträge der LINKEN im Bundestag immer abgelehnt.“