14. Juli 2016

Oskar Lafontaine: Rechnungshof bestätigt: CDU und SPD von grundlegender Sanierung des Landeshaushaltes weit entfernt

"CDU und SPD im Saarland haben als Begründung für ihr Zusammengehen angeführt, nur in dieser Konstellation könnte der Haushalt des Landes grundlegend saniert und damit letztlich die Eigenständigkeit des Landes bewahrt werden. Der Rechnungshof hat nun erneut deutlich gemacht, dass die Landesregierung von der Erfüllung dieses Versprechens weit entfernt ist." Mit diesen Worten reagiert Oskar Lafontaine auf den Jahresbericht des Landesrechnungshofes. "Die vermeintlichen Erfolge dieser Regierung sind zu einem Großteil steigenden Steuereinnahmen und niedrigen Zinsen zu verdanken. Das hat der Rechnungshof wieder klar gemacht:

'Ein Haushalt ohne strukturelle Neuverschuldung wird ab 2020 nur unter den folgenden Voraussetzungen möglich sein:

  • die Sanierungsanstrengungen werden erfolgreich fortgesetzt
  • die steuerabhängigen Einnahmen steigen weiter an
  • aus dem reformierten Bund-Länder-Finanzausgleich und ergänzenden Bundeshilfen fließen dem Saarland mehr Finanzmittel zu als die bisher erhaltenen Umsatzsteueranteile, Transferzahlungen und Konsolidierungshilfen
  • die dem Saarland vom Bund nicht erstatteten flüchtlingsbedingten Lasten, also die Migrationsausgaben für Flüchtlinge und Asylbegehrende, können finanziell bewältigt werden
  • das Schuldzinsenniveau bleibt weiterhin niedrig'

Eine Einigung bei den Finanzhilfen ist nicht in Sicht und die Ministerpräsidentin lobt auch noch die mangelhafte Lösung für die Flüchtlingskosten. Genau diese Mehrausgaben hält der Rechnungshof für riskant. Er widerlegt mit dem Bericht die Schönfärberei der Landesregierung."