30. November 2016

Astrid Schramm zum Welt-Aids-Tag: Diskriminierung HIV-Positiver bekämpfen - mehr Prävention nötig

Anlässlich des morgigen Welt-Aids-Tages fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Vorsorge-Medikamente der Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) finanzieren. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion und Landesvorsitzende der Saar-Linken Astrid Schramm erklärt: „Mit diesen Medikamenten können sich HIV-Negative wirksam vor einer Übertragung schützen. Dieser Schutz sollte nicht an einem kleineren Geldbeutel scheitern. Ein Anstieg der HIV-Neuinfektionen würde für die Gesellschaft deutlich teurer werden, denn der Staat muss im Schnitt pro HIV-Patient und Jahr rund 23.000 Euro ausgeben. In Frankreich und den USA wird die PrEP schon jetzt kostenfrei abgegeben, um die Zahlen der HIV-Neuinfektionen zu senken.“ Die Diskriminierung HIV-Positiver müsse ein Ende haben. „Anfeindungen, Beleidigungen und Mobbing im privaten Umfeld und am Arbeitsplatz sind für viele leider alltägliche Erfahrungen“, so Schramm weiter. „Hier ist noch mehr Aufklärung nötig und dafür muss auch die gute Arbeit der Aidshilfe weiterhin finanziell gesichert werden.“ Die saarländische Landesregierung müsse außerdem endlich dafür sorgen, dass die diskriminierende Speicherung von HIV-Infizierten in den Datenbanken der Polizei unter dem herabwürdigenden Schlagwort 'Ansteckungsgefahr' umgehend beendet wird.