22. September 2016

Barbara Spaniol: Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Gemeinschaftsschulen haben mehr verdient

Anlässlich des Protests der Grundschullehrer fordert die Linksfraktion im Saarländischen Landtag erneut höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt: „Wenn das Saarland bei der Eingangsbesoldung der Grundschullehrer im Ländervergleich völlig hinterherhinkt, während die Unterrichtsverpflichtung zu hoch ist und immer neue Aufgaben und Herausforderungen dazu kommen, dann muss man sich nicht wundern, dass es immer schwerer fällt, Lehrkräfte für unsere Grundschulen zu finden. Dass wir beispielsweise einen deutlichen Mangel an Musiklehrern haben, ist auch auf diese Entwicklung zurückzuführen. Hier muss sich dringend etwas ändern. Dass Grundschul-Rektoren nun zumindest teilweise entlastet werden, ist ein guter erster Schritt. Weitere müssen folgen. Völlig unverständlich ist auch, dass Lehrerinnen und Lehrer an Gemeinschaftsschulen weniger verdienen, als ihre Kolleginnen und Kollegen an den Gymnasien. Wenn man zwei gleichwertige weiterführende Schulformen auf Augenhöhe will, darf es keine Schlechterstellung geben. Eine faire Bezahlung guter Lehrkräfte kostet natürlich Geld und stellt gerade ein Haushaltsnotlageland wie das Saarland vor große Probleme. Daher ist eine gerechte Besteuerung von Millionen-Einkommen, -Vermögen und –Erbschaften unerlässlich. Es gibt viele gute Gründe, warum sich die Landesregierung auf Bundesebene für ein gerechtes Steuersystem und Mehreinnahmen für das Saarland einsetzen sollte, statt auf Steuergelder Reicher und Superreicher zu verzichten, wie es Union und SPD nun bei der Erbschaftssteuer planen.“