23. August 2018

Ralf Georgi: Tierschutz-Gebot in der Verfassung ernst nehmen – Landesregierung darf bei Fristverlängerung für Kastration ohne Betäubung nicht mitmachen

DIE LINKE im Saarländischen Landtag fordert die Landesregierung auf, auf den Tierschutzbeauftragten zu hören und im Bundesrat gegen eine Firstverlängerung für die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung zu stimmen. Der tierschutzpolitische Sprecher Ralf Georgi: „‘Tiere werden als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet und geschützt‘, heißt es in der Landesverfassung und an die muss sich auch die Landesregierung halten. Es ist schon unfassbar, dass zurzeit Ferkel ohne Betäubung kastriert werden können, nur weil es für die Züchter billiger ist. Dass der saarländische Umweltminister, der eigentlich dem Schutz der Tiere besonders verpflichtet sein sollte, jetzt aber zustimmen will, dass diese Quälerei noch verlängert wird, ist unerträglich. ‚ Die Landesregierung steht für einen aktiven Tierschutz im Saarland‘, heißt es im Koalitionsvertrag von CDU und SPD, aber Papier ist bekanntlich geduldig. Die Landesregierung darf aber nicht mitmachen, wenn aus Profit-Interessen gegen das Tierschutz-Gebot der Verfassung verstoßen werden soll.“