28. Mai 2018

Dagmar Ensch-Engel: Noch einige offene Fragen nach Vorstellung des neuen Chemiewerks in Carling

Nachdem heute im Umweltausschuss der Betreiber das geplante Werk auf der Chemieplattform im lothringischen Carling vorgestellt hat, bleiben für DIE LINKE noch einige Fragen offen. Die umweltpolitische Sprecherin Dagmar Ensch-Engel erklärt: „Viele Saarländerinnen und Saarländer sind natürlich verunsichert und fürchten den Ausstoß von Schadstoffen und deutliche Beeinträchtigungen durch die neue Produktionsstätte für 1,3-Propandiol und Butansäure. Schließlich leiden die Anwohner der Warndtgemeinden bereits jetzt unter Geruchsbelästigungen durch die Chemieplattform. Es ist zwar zu begrüßen, dass das Unternehmen jetzt die Pläne für sein neues Werk im Umweltausschuss vorgestellt hat, dies hat allerdings die bestehenden Bedenken nicht ausräumen können. Die heute vorgelegten Unterlagen in französischer Sprache sind kaum aussagekräftig, weil konkrete Schadstoff-Werte und -Messergebnisse fehlen. Es heißt lediglich, man gehe davon aus, dass die angrenzenden Gemeinden nicht negativ vom neuen Chemiewerk betroffen sein werden, es gilt also das Prinzip Hoffnung. Das kann aber nicht ausreichen. Gerade eine Anlage, die derart grenznah errichtet wird, sollte nicht nur an die französischen, sondern auch an die deutschen Umweltstandards angepasst werden. Der saarländische Umweltminister ist hier gefordert, die berechtigten Interessen der anliegenden Saarländerinnen und Saarländer selbstbewusst gegenüber dem Chemiekonzern zu vertreten.“