14. April 2010

Spaniol fordert offensive Maßnahmen gegen militärischen Fluglärm

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Landtag des Saarlandes, Barbara Spaniol, fordert anlässlich des erneuten militärischen Lärmrekords seit März umgehend eine Neuauflage des Dialogs zur Reduzierung von militärischem Fluglärm in der Region Saarland und Rheinland-Pfalz.

„Es ist trotz gegenteiliger Beteuerungen seitens der Landesregierung weiterhin keine Minderung der Fluglärmbelastung spürbar. Im Gegenteil: der Lärm nimmt zu, der Nachtbetrieb wird schlimmer und auf Ferien wurde keine Rücksicht genommen. Das ist für die Betroffenen nicht mehr vermittelbar.“

Barbara Spaniol sagt dazu: „Lärm macht krank. Deshalb fordern wir erneut ein Nachtflugverbot von 19 Uhr bis sieben Uhr und ein Flugverbot für die kommende Urlaubszeit. Die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind in der Pflicht, den Bundesverteidigungsminister umgehend zum konkreten Handeln zu bewegen und mit den amerikanischen Streitkräften wirksame Lösungen zur Bekämpfung der Fluglärmbelastung durch US-Kampfjets zu finden.“

Eine gleichmäßige Verteilung der Flüge über dem gesamten Bundesgebiet sei dabei dringend geboten. „Der viel gepriesene sanfte Tourismus in der Region St. Wendel, Merzig und Saarpfalz wird zur Bruchlandung werden, wenn immer mehr Kampfjets hierüber donnern. Deshalb fordern wir als LINKE alle saarländischen Bundestagsabgeordneten auf, die aktuelle Online-Petition gegen Kampfjetlärm mitzutragen,“ so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende abschließend.