6. November 2015

Barbara Spaniol: „Home of Pop“ ernsthaft prüfen

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag begrüßt grundsätzlich Überlegungen, im Saarland ein „Home of Pop“ zu etablieren. Die Abgeordnete Barbara Spaniol erklärt: „Unser Land braucht neue, frische Ideen. Ein Zentrum für Popkultur sollte ernsthaft geprüft werden. Für junge Menschen muss es Anreize geben, ins Saarland zu kommen, statt sie mangels Chancen quasi aus dem Land zu treiben. Es wäre allerdings naiv zu glauben, dass Studios, Konzerthalle und Open-Air-Flächen alleine ausreichen. Solange es für junge Menschen zu wenig gut bezahlte Stellen im Land gibt, solange die Universität kleingekürzt wird und die Landesregierung auch aus Sicht der Saar-Wirtschaft viel zu wenig investiert, wird ein Pop-Zentrum allein wenig helfen. Ein weiteres einsames ‚Leuchtturmprojekt‘, quasi ‚Gondwana 2‘, brauchen wir nicht. Klar ist auch, dass ein ernsthafter Pop-Schwerpunkt Geld kosten wird. Die großen Konzerte finden mittlerweile kaum noch in Saarbrücken, dafür in Luxemburg oder Mannheim statt. Die CDU-geführten Landesregierungen haben es in der Vergangenheit nicht geschafft, gemeinsam mit der Landeshauptstadt eine zeitgemäße Eventhalle zu errichten oder das Ludwigsparkstadion wieder zu einer Open-Air-Arena zu machen. Zum Nulltarif ist ein ‚Home of Pop‘ nicht zu haben. Wenn man es  aber als  ernsthafte Investition betreibt, kann es viele Menschen anlocken und das Land aufwerten. Da steckt Musik drin, deshalb sollte man das Vorhaben, das viele ernstzunehmende Saarländer aus der Kreativwirtschaft erarbeitet haben, nicht gleich wieder beiseiteschieben.“