10. Januar 2018

Barbara Spaniol: Alternativen zur umstrittenen Umgehung B423 neu ernsthaft prüfen, Protest der Anwohner ernst nehmen

Nachdem die Landesregierung heute auf Antrag der Linksfraktion im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr über die umstrittene B423-Umgehung berichtet hat, sieht sich die Homburger Abgeordnete Barbara Spaniol in ihren Zweifeln bestätigt: „Die Regierung musste heute einräumen, dass es noch nie eine solche Flut von Einwänden gegen ein Projekt gegeben hat, wie bei dieser Umgehung, nämlich 734. Die Verantwortlichen müssen die Kritik der Betroffenen ernst nehmen, die auf erhebliche Fehler in diesem Projekt hinweisen. Die Bürgerinitiative kritisiert zu Recht, dass die Bürgerinnen und Bürger in Schwarzenacker und Schwarzenbach durch den Bau wohl nicht entlastet werden, sondern im Gegenteil mehr Verkehr erwarten dürfen, und sie sieht die Umgehung viel mehr als Zubringer zum DSD-Industrie-Gelände in der Homburger Innenstadt. Die Initiative hat auch darauf aufmerksam gemacht, dass der in der Planung vorgesehene Hochwasserschutz viel zu gering ist und dem Hochwasser der Blies letzte Woche beispielsweise nicht standgehalten hätte. Hier soll Natur für ein Projekt zerstört werden, dessen Wirtschaftlichkeit höchst zweifelhaft ist, weshalb es nun auch der Bundesrechnungshof prüft. Die Regierung musste heute bestätigen, dass eine solche Prüfung nur höchst selten vorkommt. Es gibt viele gute Gründe, die Umgehung nicht anzugehen. Es gibt sinnvolle Alternativen, die besser für Natur und Umwelt, Anwohner und für die öffentliche Hand wären, etwa, den LKW-Verkehr direkt auf die Autobahn zu lenken und auf der alten B423 ein Nachtfahrverbot für LKWs einzuführen. Diese Alternativen sollten ernsthaft geprüft werden, statt weiter auf die hoch umstrittene Umgehungsstraße zu setzen und den Protest der Homburgerinnen und Homburger, die umzingelt sind von teuren, großen Bauprojekten, einfach zu ignorieren.“