17. November 2015

Barbara Spaniol: Schulschwimmen im Saarland sicherstellen – Landesweites Bäderkonzept auf den Weg bringen

Nachdem die Landesregierung einräumen musste, dass Kinder an 16 Prozent der Grundschulen nicht regelmäßig schwimmen lernen, fordert die Linksfraktion im Saarländischen Landtag erneut eine „Wiederbelebung“ des Schwimmunterrichts. Barbara Spaniol, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, erklärt: „Schon jetzt kann rund die Hälfte der Kinder nach ihrer Grundschulzeit nicht richtig schwimmen. Ende der achtziger Jahre waren es nach Studien noch 90 Prozent. Das ist gefährlich und ein Alarmzeichen. Wir wissen, dass genau deshalb auch viele Badeunfälle passieren. Dabei ist das Grundschulalter die beste Zeit zum Schwimmen lernen. Dafür muss es im Rahmen des Sportunterrichts ausreichend Zeit geben. Außerdem müssen die öffentlichen Schwimmbäder dazu vor Ort erhalten werden. Denn immer weniger Bäder bedeuten immer weniger Zugang zum Schwimmunterricht." Auch einkommensschwache Familien und ältere Menschen, die weniger mobil sind, hätten ein Recht auf das Grundbedürfnis Schwimmen – bezahlbar und in Wohnortnähe. Spaniol dazu: „Das geht natürlich nicht, wenn eine Gemeinde nach der anderen aus Kostengründen Bäder schließt. Deshalb braucht es eine landesweite Planung in Form eines Konzeptes mit wohn- und schulstandortnaher Bäderstruktur, eng mit Kommunen und Schwimmvereinen und -Trainern abgestimmt, mit tauglichen Sportbecken, in denen Kinder schwimmen lernen und die Erwachsenen trainieren können. Die Kommunen müssen dafür die finanziellen Spielräume erhalten um nicht auf dubiose und für die Bürger letztlich teurere öffentlich-private Partnerschafts-Modelle angewiesen zu sein.“

Quelle: http://www.linksfraktion-saarland.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/barbara-spaniol-schulschwimmen-im-saarland-sicherstellen-landesweites-baederkonzept-auf-den-weg/