11. Mai 2018

Dagmar Ensch-Engel: Ideen, Projekte und Preisträger sollten beim Nachhaltigkeitspreis im Vordergrund stehen

Die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Dagmar Ensch-Engel, kritisiert das Missverhältnis zwischen Preisgeldern und Honoraren beim ersten Nachhaltigkeitspreis des Landes: „Es zeugt nicht von einer sonderlich nachhaltigen Strategie des Umweltministers, wenn beim Nachhaltigkeitspreis das Honorar für die Referenten sieben Mal so hoch ist wie das Preisgeld. Eigentlich sollte ein solcher Preis ja tolle künftige ‚Nachhaltigkeitsprojekte‘ auszeichnen und die Saarländerinnen und Saarländer ehren, die ‚sich in der jüngsten Vergangenheit im Bereich Nachhaltigkeit verdient gemacht‘ haben. Sie und ihre gute Ideen für unsere Zukunft sollten also im Vordergrund stehen, nicht der kurze Auftritt irgendwelcher Fernseh-Berühmtheiten. Es ist nichts dagegen zu sagen, eine bekannte TV-Köchin als Hauptrednerin einzuladen, um die Veranstaltung auch populär zu machen. Aber das Missverhältnis zwischen den Preisgeldern und den Honoraren ist unglücklich. Der Minister betont selbst, dass die Konferenz ‚ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie‘ sein soll. Gerade deshalb wäre ein stärkerer Fokus auf Ideen, Projekte und Preisträger statt auf Promis wünschenswert gewesen.“