12. September 2017

Dennis Lander: Kultur- und Jugendszene am Saarbrücker Osthafen darf nicht durch neue Luxusappartements verdrängt werden

Der Saarbrücker Abgeordnete Dennis Lander sieht die Pläne der Stadt Saarbrücken für den Osthafen kritisch. „Hier ist in den letzten Jahren eine lebendige und vielfältige Kultur- und Jugendszene entstanden, die es so in der Region kein zweites Mal gibt und die es daher unbedingt zu erhalten gilt. Jedem muss klar sein, dass sich durch den Bau neuer Luxuswohnungen der Osthafen unwiderruflich verändern wird. Es besteht die Gefahr, dass die Osthafen-Szene im Zuge der sogenannten ‚Aufwertung‘ verdrängt wird. Es fehlen bezahlbare Wohnungen gerade für diejenigen, die nicht so viel haben. Darum ist es gut, dass sich DIE LINKE im Stadtrat für mehr sozialen Wohnungsbau stark macht. Eine weitere Verdrängung bestehender Strukturen für neue Luxus-Lofts, die oftmals auch nur als Spekulationsobjekte dienen, darf es jedoch nicht geben. Gerade erst sind Luxusappartements im ehemaligen Siemens-Hochhaus (in unmittelbarer Nähe des Obdachlosenheims Bruder-Konrad-Haus und des Drogenhilfezentrums) fertiggestellt worden, außerdem am Rothenbühl (Les Suites). Im Röchlingpark am Triller sollen neue Stadtvillen entstehen. Gleichzeitig fehlen nach Aussage der Saarbrücker Oberbürgermeisterin 4000 Sozialwohnungen in Saarbrücken. Da stellt sich die Frage, ob die Stadtverwaltung hier die richtigen Prioritäten setzt.“