23. Februar 2018

Dennis Lander: Verwendung von Mitteln aus dem Saartoto-„Verstärkungsfonds“ wirft die Frage auf, nach welchen Kriterien Sportförderung im Saarland gewährt wird und warum sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit passiert

Nachdem der Landessportverband nun zugibt, dass Mittel aus dem „Verstärkungsfonds für Sport und Kultur“ von Saartoto nicht wie vom Saartoto-Aufsichtsrat beschlossen und vom Innenministerium genehmigt für die Einrichtung eines Bundesstützpunktes Tischtennis im Saarland, sondern für einen Profi-Tischtennisspieler des FCS TT verwendet wurden, sieht DIE LINKE im Saarländischen Landtag einige Fragen offen. Der Innenpolitiker Dennis Lander: „Die Aktiven in den Sportvereinen fragen sich verständlicherweise, welche Kriterien bei der Sportförderung in diesem Land gelten und wieso eine solche Förderung unter Ausschluss der Öffentlichkeit passiert, statt für jedermann durchschaubar und offen. Die Saarländerinnen und Saarländer fragen sich zu Recht, wie Saartoto darauf reagiert, dass 90.000 Euro, die laut Aufsichtsratsbeschluss vom 6. Juli 2016 für die Einrichtung eines Bundesstützpunktes Tischtennis im Saarland vorgesehen waren, offenbar nie dort angekommen sind. Wir fragen uns, warum das Innenministerium als Rechtsaufsicht die einzelnen Ausgabe-Beschlüsse zwar genehmigt hat, aber nie kontrolliert hat, ob das Geld wirklich dort ankommt, wo es sollte. Offenbar hat sich das Sportministerium auch nicht für den Fortschritt eines Tischtennis-Stützpunktes im Saarland interessiert. Und die Bürgerinnen und Bürger wollen nun natürlich wissen, welche Konsequenzen das Innenministerium daraus zieht, dass hier öffentliche Gelder ganz offensichtlich zweckentfremdet worden sind. Nachdem der Finanzskandal beim Landessportverband seit Monaten bekannt ist, erwarten die Menschen im Saarland zu Recht, dass die Geschäfte beim Landessportverband endlich ordentlich und transparent geführt werden und eine echte Kontrolle stattfindet. Und viele Bürgerinnen und Bürger sind verwundert, warum Saartoto, das ohnehin verpflichtet ist, Einnahmen aus dem Glücksspiel für die Förderung von Sport und Kultur zu verwenden, ein Jahr vor der Landtagswahl die Einrichtung eines eigenen ‚Verstärkungsfonds für Sport und Kultur‘ beschließt.“