7. Juni 2010

Finanzielle Ungereimtheiten rund um Gondwana

Nach der heutigen Anhörung des Geschäftsführers der Industriekultur Saar (IKS) im Gondwana-Untersuchungsausschuss, wird für die Linksfraktion im saarländischen Landtag die Liste der Ungereimtheiten immer länger: „Ein Investor bekommt ohne Risiko von der Landesbeteiligungs-
gesellschaft IKS finanzielle Mittel, Grundstücke und Gebäude quasi zum Nulltarif“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Barbara Spaniol. „Eine teure Halle wechselt für 1 Euro den Besitzer. Die Landesregierung verspricht im Namen der IKS, laut Rechnungshof, Ausgleichszahlungen dafür – und der Geschäftsführer ist ahnungslos.“

Auch die Ausstattung des Gondwana-Geländes mit kostspieligen Bänken werfe Fragen auf. „Mit Geldern der IKS finanziert, viel zu teuer und eine undurchsichtige Ausschreibung ohne Beteiligung saarländischer Firmen – das ist ein höchst dubioses Verfahren.“

Eine echte Werbestrategie für Gondwana fehle, ein tragfähiges touristisches Gesamtkonzept sei nicht sichtbar. Stattdessen seien nicht korrekte Umwegsfinanzierungen über langfristige Mietverträge favorisiert worden. „Die Landesregierung war mit der IKS in ihrer Ansiedlungspolitik jahrelang dermaßen erfolglos, dass sie nach jedem erdenklichen Strohhalm gegriffen hat“, so Spaniol weiter. „Zurück bleibt eine Bilanz der finanziellen Ungereimtheiten zu Lasten der
saarländischen Steuerzahler.“

Quelle: http://www.linksfraktion-saarland.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/finanzielle-ungereimtheiten-rund-um-gondwana/