11. April 2018

Jochen Flackus: Kein sinnloses Subventions-Wettrennen bei Batterieproduktion für Elektroautos

„Statt viel Geld für die Förderung von Batterienfabriken in Europa zu verschleudern, wo man letztlich doch nur China hinterherläuft, sollten Bund und Länder lieber in die Erforschung und den Ausbau neuer, innovativer Kraftstoffe investieren“, fordert Jochen Flackus, der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag. Er reagiert damit auf den Vorschlag von  Bundeswirtschaftsminister Altmaier, einen zwei- bis dreistelligen Milliardenbetrag für den Aufbau einer Batteriezellen-Produktion in Europa bereitzustellen, und die Forderung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Weil, Batteriefabriken für Elektroautos mittels verbilligten Stroms zu subventionieren. „China kann dank seiner Vormachtstellung derzeit zu Dumpingpreisen anbieten und es wäre ökonomisch verrückt, wenn Europa dagegensubventionieren würde. Zumal bekanntlich die Rohstoffe für die Batterien in Afrika und Südamerika unter unmenschlichen und umweltzerstörerischen Bedingungen gefördert werden. Die Umweltbilanz der E-Autos kann derzeit nicht überzeugen und es ist nach wie vor völlig unklar, woher der Strom für Millionen neuer Elektro-Autos kommen soll. Es wäre zukunftsweisender, wenn Deutschland in etwas investieren würde, bei dem der Vorsprung Chinas nicht so gewaltig und die Rahmenbedingungen für Mensch und Umwelt besser wären, beispielsweise in ‚Power-to-Liquid‘-Lösungen, also die Spaltung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff mittels sauberer elektrischer Energie aus regenerativen Quellen und die Umwandlung des Wasserstoffs und Kohlendioxids aus der Atmosphäre in ein Synthesegas. Auch mehr Investitionen in die Schiene und in neue Verkehrsmodelle wären sinnvoll, um den Kohlendioxidausstoß zu senken und Mobilität in der Zukunft zu gewährleisten, auch für Menschen mit geringem Einkommen.“

Quelle: http://www.linksfraktion-saarland.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/jochen-flackus-kein-sinnloses-subventions-wettrennen-bei-batterieproduktion-fuer-elektroautos/