27. Juli 2020

Jochen Flackus: Thomas Lutze hat alle Veranlassung, seine eigene Rolle als Landesvorsitzender zu überdenken

Zur Kritik des Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze an der Linksfraktion im Landtag, erklärt Jochen Flackus: „Thomas Lutze hat alle Veranlassung, seine eigene Rolle als Landesvorsitzender zu überdenken, wenn er behauptet, DIE LINKE erfülle ihre Aufgabe als Oppositionsführerin nicht. Im Gegensatz zu saarländischen Bundestagsabgeordneten wie Oliver Luksic (FDP), Markus Tressel (Grüne) und Christian Petry (SPD) wird Lutze seit Jahren mit inhaltlichen Positionen in der saarländischen Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Seine Kritik an der Landtagsfraktion ist daher befremdlich. Allein das jüngste Mitglied der Landtagsfraktion, Dennis Lander, hat eine mindestens zehnfach so große öffentliche Wirkung wie Thomas Lutze. Wenn Lutze zu Recht die Rolle der Bundesvorsitzenden kritisiert und einen Personalwechsel fordert, ist er ebenso verpflichtet, seine eigene Rolle als Landesvorsitzender im Saarland in Frage zu stellen. Nach wie vor stehen die Vorwürfe der Manipulation von Mitgliederlisten und der fragwürdigen Buchführung im Raum. Die Landeswahlleiterin hatte deshalb ‚große Zweifel‘ an der Rechtmäßigkeit der Landesliste für die Bundestagswahl 2017 und erklärt, es gebe ‚etliche Anhaltspunkte, dass die Mitgliederversammlung der Partei Die Linke geradezu zur Farce gemacht worden sein könnte‘.  Lutze würde der Partei einen Dienst erweisen, wenn er sich auf seine Aufgabe als Bundestagsabgeordneter konzentrieren und von der Mitgliederverwaltung und Kassenführung zurückziehen würde, um sicherzustellen, dass die von Bundesgeschäftsführer und Bundesschatzmeister festgestellten ‚ernsthaften Probleme‘ bei der Mitgliederverwaltung im saarländischen Landesverband behoben werden. Die saarländischen Wählerinnen und Wähler legen Wert auf Seriosität und Vertrauenswürdigkeit.“

Quelle: http://www.linksfraktion-saarland.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/jochen-flackus-thomas-lutze-hat-alle-veranlassung-seine-eigene-rolle-als-landesvorsitzender-zu-ueb/