18. November 2019

Oskar Lafontaine: Nicht weiter Energiepolitik losgelöst von den Fakten machen!

Oskar Lafontaine fordert eine Rückkehr zur Sachlichkeit in der Energie-Debatte. „Der Ausbau der Windenergie ist - allen Wünschen und Forderungen der Windkraft-Lobbyisten zum Trotz - kein Selbstzweck. Die energiepolitischen Entscheidungen dürfen nicht von den Wirtschaftsinteressen beteiligter Unternehmen bestimmt werden, sondern von Fakten. Nach wie vor gibt es weder ausreichend Leitungen noch entsprechende ausreichende Speicherkapazitäten. Nach wie vor liefern Windräder bei zu wenig oder zu starkem Wind keine Energie und sind damit vor allem im windarmen Saarland keine verlässlichen Energielieferanten. Gerade die Industrie braucht auch weiterhin eine zuverlässige Energieversorgung. Es gehört auch zu den Tatsachen, dass mit einem ähnlichen Mitteleinsatz wie dem zur Förderung immer neuer Windkraftanlagen in anderen Bereichen eine größere Menge CO2 eingespart werden könnte, etwa im Bereich der Wärmedämmung von Häusern und moderner Heizanlagen. Die jetzige Energiepolitik belastet die Bürgerinnen und Bürger mit stetig steigenden Strompreisen. Diese Entwicklung trifft besonders Haushalte mit geringem Einkommen, die auch durch die jüngsten Forderungen der Partei Die Grünen, wie den größeren Anstieg der CO2-Bepreisung, immer mehr belastet würden.“

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