23. Januar 2017

Oskar Lafontaine: Wer gegen das Erstarken der Rechten vorgehen will, muss Sozialabbau, Lohn- und Rentenkürzungen zurücknehmen

DIE LINKE begrüßt, dass viele Menschen gegen den zunehmenden Rechtspopulismus auf die Straße gehen. „Wichtiger wäre es aber, die sozialen Ursachen für den Aufstieg der Rechten zu bekämpfen", erklärt Oskar Lafontaine. Er verweist auf den Vorsitzenden der IG-Metall Jörg Hofmann, der erklärt hat, „die Prekarisierung, die gerade einen Teil der Arbeiterschaft betrifft", sei mit ursächlich für das Erstarken der AfD. „Das sind die Folgen der Agenda 2010." Dazu Lafontaine: „Solange CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne nicht erkennen, dass ihre Politik den Aufstieg der AfD erst möglich gemacht hat und solange diese Parteien nicht bereit sind, den im Zuge der Agenda 2010 erfolgten Sozialabbau, die Lohn- und Rentenkürzungen zurückzunehmen, wird die Rechte weiter unzufriedene und enttäuschte Wähler gewinnen. Die Rückabwicklung der Agenda 2010 würde der Rechten den Nährboden entziehen."

Quelle: http://www.linksfraktion-saarland.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/oskar-lafontaine-wer-gegen-das-erstarken-der-rechten-vorgehen-will-muss-sozialabbau-lohn-und-ren/