3. Mai 2018

Oskar Lafontaine: Zeit für eine Rückverteilung von den wenigen Superreichen hin zu den vielen Arbeitnehmern, Arbeitslosen und Rentnern

Angesichts von über 70 Einkommens-Millionären und 83 Erbschaften von über 500.000 Euro im Saarland fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag die Landesregierung erneut auf, sich auf Bundesebene für eine gerechte Besteuerung von Millionen-Einkommen, -Vermögen und –Erbschaften einzusetzen. Oskar Lafontaine: „Wenn im letzten Jahr 117 Millionen Euro im Saarland allein an Großvermögen vererbt wurden, ist es fahrlässig, wenn ein Haushaltsnotlageland darauf verzichtet, Teile davon zur Finanzierung des Gemeinwesens zu nutzen. Die Straßen und Brücken, Schulen und Krankenhäuser verrotten, weil Bund, Länder, Städte und Gemeinden zu wenig investieren, größere Leitinvestitionen bleiben seit Jahren aus und Millionäre freuen sich, dass ihr Vermögen gar nicht, ihr Einkommen und ihre Erbschaften unterdurchschnittlich versteuert werden. Laut der Entwicklungsorganisation Oxfam besitzen in Deutschland die reichsten 40 Personen das gleiche Vermögen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Die Ungleichheit ist hier so ausgeprägt, wie in kaum einem anderen europäischen Staat. Es wird höchste Zeit für eine Rückverteilung von den wenigen Superreichen hin zu den vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Arbeitslosen, Rentnerinnen und Rentnern. Eigentum entsteht durch Arbeit, Und nicht dadurch, dass man andere für sich arbeiten lässt ohne ihnen den vollen Ertrag ihrer Arbeit auszuzahlen und auch nicht durch das Glück, als Millionärskind geboren worden zu sein.“