9. Mai 2018

Ralf Georgi: Es muss sich vieles ändern, um den Insekten wieder ihren nötigen Lebensraum zu geben

DIE LINKE im Saarländischen Landtag begrüßt, dass CDU und SPD bei der nächsten Sitzung das dramatische Insektensterben zum Thema machen wollen und ist gespannt auf die konkret geplanten Maßnahmen. Der tierschutzpolitische Sprecher Ralf Georgi erklärt: „Schöne Worte werden die Bienen und anderen Fluginsekten nicht retten. Nötig sind ein konsequentes Verbot von Glyphosat und eine drastische Reduzierung aller Pflanzen- und Insektengifte bis hin zu einem Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide. Hierfür sollten sich CDU und SPD auch bei ihren Parteifreunden auf Bundesebene einsetzen. Es braucht künftig mehr staatliche Mittel zur Erforschung und Förderung der ökologischen Landwirtschaft. Auch in der Verkehrspolitik muss sich einiges wandeln. Wir brauchen gerade im Saarland einen deutlichen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, mehr Radwege und weniger Autoverkehr. Es darf auch nicht mehr jede Fläche zugebaut und versiegelt werden, hier ist auch eine vorausschauende Bedarfsplanung in den Städten und Gemeinden nötig. Auch die Saarländerinnen und Saarländer mit Eigenheim können etwas tun, indem sie eben keinen Steingarten anlegen oder den Garten in einen Abstellplatz für ihr Auto verwandeln, sondern ihn natürlich wachsen lassen. Es muss sich vieles ändern, um den Insekten wieder ihren nötigen Lebensraum zu geben.“