21. März 2019

Ralf Georgi: Saarländischen Wald nicht zur finanziellen Entlastung des Landeshaushaltes missbrauchen

Der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Ralf Georgi, unterstützt die Forderung der Bürgerinitiative „Pro-Saar-Wald“, nach einem Funktionswandel der Wälder im kommunalen und staatlichen Besitz: „Der saarländische Wald als funktionierendes Ökosystem sollte grundsätzlich nicht durch teilweise Abholzung zur finanziellen Entlastung des Landeshaushaltes missbraucht werden, die vorgegebenen Holzeinschlagsmengen sind einfach zu hoch. Gab es 2005 noch Umsatzerlöse aus Holzverkauf in Höhe von 5,5 Mio. Euro, so plant die Landesregierung im Wirtschaftsplan 2019/2020 mit Umsatzerlösen aus dem Holzverkauf von 11 Mio. Euro. Es muss endlich Schluss sein mit einem zunehmenden Ausverkauf und einer Industrialisierung des öffentlichen Waldes im Saarland. Nicht wirtschaftliche Interessen sollten im Vordergrund stehen, sondern die Bedeutung des Waldes als Erholungsort für die Bevölkerung, als ein Hort für Artenreichtum, Klima- und Grundwasserschutz. Wir fordern die Neuauflage des Klimawaldprogrammes, welches von der CDU/SPD-Landesregierung eingestampft worden ist. Die Landesregierung ist dringend gefordert, sich den Herausforderungen aus Klimawandel und Artensterben endlich zu stellen.“