23. November 2011 Dagmar Ensch-Engel

Castor-Transport absagen – Klarheit über Strahlenwerte schaffen

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag unterstützt die Forderung des  GDP-Bundesvorsitzenden Bernhard Witthaut auf komplette Absage des Atommülltransportes. "Es ist schlichtweg fahrlässig, zu behaupten, Atommülltransporte seien für die Bevölkerung ungefährlich“, so Dagmar Ensch- Engel, die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion. "Gerade Begleitpersonal befindet sich über längere Zeiträume im direkten Umfeld der  Castorbehälter, so dass mit einer erhöhten Strahlenbelastung zu rechnen ist.“

Auch wenn Transporte einen Zwischenstopp einlegen, wie letztes Jahr in Neunkirchen, werde die Belastung vor Ort deutlich höher sein, als in Gebieten, in denen der Zug nur vorbeifährt. "Greenpeace geht nach eigenen Angaben davon aus, dass binnen weniger Stunden sogar die Jahreshöchstdosis überschritten werden wird,“ sagt Dagmar Ensch- Engel, „hinzu kommt die Gefahr durch einen möglichen Unfall auf der Strecke!“

DIE LINKE fordert eine umfassende Aufklärung über die tatsächlichen Strahlenwerte, darüber, ob in der Vergangenheit im Saarland Messungen stattgefunden haben und welche Ergebnisse diese erbracht haben. "Wir wollen dass die Transporte eingestellt werden!“, so Ensch-Engel abschließend.